Donnerstag, 4. Februar 2010
200 Aktive
200 Aktive in Bielefeld
Badminton-DM
Bielefeld (WB/tip). Ostwestfalen trifft die nationale Elite: Doch bei den heute in Bielefeld beginnenden deutschen Meisterschaften kennen die besten Badmintonakteure keine Berührungsängste. »Bei uns gibt es kein Gefälle wie bei den Fußballern, die Unterschiede sind nicht so groß«, sagt der 21 Jahre alte Doppelspezialist Sven Lübbers vom TV 1875 Paderborn vor Beginn der viertägigen Titelkämpfe. Etwa 4000 Zuschauer und fast 200 Aktive werden bis Sonntag in der Seidensticker-Halle erwartet, in der zunächst auf sechs Courts gleichzeitig gespielt wird. Als erste Ostwestfalen greifen heute im Mixed die Bielefelder Venja Weddemar und Falko Bittner zum Schläger. Wenig später ist der erst 16-jährige Gütersloher Mirko Brüning an der Reihe. Auch für die Bielefelderinnen Eliane Exner und Nadine Ehlenbröker wird es schon heute ernst. Am späten Nachmittag müssen die großen Titelfavoriten zum ersten Mal Farbe bekennen. Den Titelverteidigern Marc Zwiebler und Juliane Schenk bleibt mit einem Freilos zwar die erste Runde erspart, im zweiten Durchgang sind aber auch sie gefragt. Heute bei den 58. Deutschen Badminton-Meisterschaften: 11 Uhr: Mixed; 12 Uhr: Männer; 14.30 Uhr: Frauen (jeweils 1. Runde); 15.30 Uhr: Mixed; 17 Uhr: Männer; 18.30 Uhr: Frauen (jeweils 2. Runde)
Artikel vom 04.02.2010
Mittwoch, 3. Februar 2010
Ehlenbröker lässt sich überraschen!

Ehlenbröker lässt sich überraschen!
Dritter Start bei Badminton-DM
Von Alessa Valentin Bielefeld (WB). Morgen beginnen in der Seidensticker Halle die 58. Deutsche Badminton Meisterschaften. Bis Sonntag ermitteln 194 Sportler in fünf Disziplinen ihre Titelträger. Mit dabei sind unter anderem sieben Bielefelder Spieler. Eine von ihnen ist Nadine Ehlenbröker vom TuS Eintracht.
Wie in den beiden Vorjahren wurde sie mit einer Wildcard ausgestattet. »Das dritte Mal bei den Deutschen dabei zu sein ist toll«, freut sich der Blondschopf. Ihre Leidenschaft fürs Badminton entdeckte sie bereits im Alter von elf Jahren. »Davor habe ich Tennis gespielt. Warum ich letztendlich umgestiegen bin, weiß ich selbst nicht mehr so genau«, sagt die 26-Jährige. Schon in der Jugendzeit spielte sie für die 2. Mannschaft, mittlerweile ist sie in allen drei Disziplinen (Einzel, Doppel und Mixed) unter den ersten zehn der NRW Rangliste. »Das Schöne ist, auch mal wieder gegen andere Leute zu spielen, andere Menschen kennenzulernen und weiter Erfahrungen sammeln zu können«, erzählt Nadine Ehlenbröker. Nach ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau nahm die Bielefelderin das Studium der angewandten Mathematik auf. Aktuell arbeitet sie noch im Controlling im Rechnungswesen. Bei dieser DM tritt Nadine Ehlenbröker sowohl im Doppel, als auch im Einzel an. An der Seite von Britta Kanning hat sie sich vorgenommen eine ordentliche Leistung abzuliefern. »Ich hoffe einfach, dass Britta und ich gut in das Spiel reinkommen. Alles weitere werden wir dann sehen«, lässt sich Nadine Ehlenbröker überraschen. Für ihre Partnerin sind es die ersten deutschen Meisterschaften. Bei den Westdeutschen Meisterschaften in Köln-Refrath konnten sich die Paarung Ehlenbröker/Kanning kürzlich erfolgreich gegen ihre Bielefelder Kontrahentinnen vom Oberligisten BC Ajax in der ersten Runde behaupten. Im Dameneinzel trifft Ehlenbröker mit Jana Bühl vom Oberligisten BV Gifhorn auf eine eigentlich überlegene Spielerin. »Soweit ich weiß, ist sie sehr stark im Doppel und Mixed. Ob sie im Einzel auch so spielt, wird sich zeigen«, sieht sich Ehlenbröker in dieser Begegnung nicht chancenlos. Zum Gelingen der elften DM in Bielefeld tragen 100 freiwillige Helfer bei. Wer die Bielefelder Lokalmatadoren unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Donnerstag (ab 11 Uhr) und Freitag (ab 10 Uhr) ist der Eintritt frei!
Mittwoch, 3. Februar 2010
Appetit auf mehr

Appetit auf mehr BADMINTON: Bielefelder DM-Aufgebot war noch nie so groß – und noch nie so gut
VON MATTHIAS FOEDE
Bielefeld. „Ich werde gegen Dich gewinnen, aber ich werde Dich nicht erniedrigen; Ich werde Dich achten und Dich ehren – ohne Dich könnte ich ja nicht der Sieger sein!“ Die Homepage des Badminton-Clubs Ajax Bielefeld empfängt den Besucher mit einem Gedicht. „Es drückt den Respekt aus, den jeder Aktive seinem Gegner entgegenbringen sollte“, sagt Robert Panasiewicz. Der Trainer des Oberligisten arbeitet seit Jahren hart daran, seine Schützlinge sportlich sowie mental richtig auf ihre Aufgaben einzustellen. In der laufenden Saison ist ihm dies bisher bestens gelungen, vielleicht schlägt er deshalb vor den am Donnerstag beginnenden Deutschen Meisterschaften in der Bielefelder Seidensticker Halle selbstbewusste Töne an. „In der Vergangenheit durften wir nur mitmachen, dieses Mal habe ich Appetit auf mehr“, meint Panasiewicz. Noch nie stellte der BC Ajax so viele Starter bei einer DM und noch „nie haben wir im Vorfeld so gut gespielt“ (Panasiewicz). Gegen die nationale zweite Garde könnten die Ajax-Spieler an guten Tagen inzwischen mithalten. „Das haben die Ranglisten-Turniere gezeigt“, so der Coach. Deshalb habe er sich den Freitag, wenn die zweite und dritte Runde ausgetragen werden, für einen Besuch in der Seidensticker Halle freigehalten. Vier Vereinsspieler – Eliane Exner, Falko Bittner, Venja Weddemar und Marius Herbst – haben ihre Startberechtigung bereits in der Tasche. Dazu kommen Britta Kanning und Nadine Ehlenbröker vom Lokalrivalen TuS Eintracht. Wenn alles optimal läuft, könnte sich die Zahl sogar noch erhöhen, weil mit Jan Blomeyer (BC Ajax) ein Athlet in der Warteschleife hängt. „Jan hat ungeheuer viel Pech gehabt“, erzählt Teamkollege Falko Bittner: „Bei den Westdeutschen Meisterschaften hatte er die direkte Qualifikation schon auf dem Schläger.“ Jetzt hofft Blomeyer als dritter Ersatzmann auf Ausfälle im Einzelfeld. Im Doppel – dann mit Kumpel Bittner – ist ein Nachrücken von Platz sechs hingegen eher unwahrscheinlich. Am Dienstag rückte das Damendoppel Eliane Exner/Venja Weddemar von Platz eins der Warteliste nach. Für Eliane Exner, die 2009 als erste Bielefelderin ein DM-Einzel gewann und sich dieses Jahr direkt für die DM im Einzel qualifizierte, ist dies der zweite Wettbewerb. Auf noch mehr Einsätze könnte Nadine Ehlenbröker kommen. Die Verbandsliga-Spielerin des TuS Eintracht ist bereits im Einzel und Doppel (mit Britta Kanning) angesetzt. Als zweite Nachrückerin könnte sie auch noch im Mixed (mit Carsten Detering/Vlotho) zum Schläger greifen. Alle Lokalmatadoren eint, dass „wir ohne Druck spielen und die Favoriten vielleicht ein bisschen ärgern können“ (Venja Weddemar).
Eventuell kommt den Ajax-Spielern ihre erfolgreiche Oberliga-Saison zu Gute. Der Aufsteiger etablierte sich bestens in seinem neuen Umfeld. In elf Meisterschaftsbegegnungen kassierte er lediglich eine Niederlage und rangiert aktuell auf Platz zwei. Dennoch backt Falko Bittner kleine Brötchen: „Wir können drei Spieltage vor Schluss nicht mehr absteigen. Das ist ein Riesenerfolg.“
Tatsächlich liegen die Oberligisten dieses Jahr so dicht beieinander wie nie. Der BC Ajax spielte sechsmal unentschieden. In der gesamten Saison gelang nur Spitzenreiter Sterkrade ein glatter 8:0-Erfolg. Ansonsten waren die Partien stets hart umkämpft und teilweise echte Nervenschlachten. Von diesen Erfahrungen dürften die Ajax-Akteure bei ihren DM-Spielen profitieren.
Im Stress: Nadine Ehlenbröker vom Verbandsligisten TuS Eintracht könnte bei der DM gleich in drei Konkurrenzen zum Einsatz kommen. FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Dienstag, 2. Februar 2010
Fünf Trittauer fahren zur Badminton-DM

Fünf Badminton-Asse des TSV Trittau konnten sich am vergangenen Wochenende bei den norddeutschen O19-Meisterschaften für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren und werden zusammen mit Junioren-Nationalspieler Nikolaj Persson, der freigestellt war, Anfang Februar in Bielefeld an den Start gehen.
Im brandenburgischen Luckau überzeugte besonders Alexander Strehse. Der 22-Jährige gewann im Viertel- und Halbfinale jeweils in drei Sätzen und musste sich erst im Endspiel Andreas Kämmer, der seinerseits Strehses Bruder Jan-Collin (Blau-Weiß Wittorf) ausschaltete, geschlagen geben. Im Doppel traten die Strehse-Brüder gemeinsam an und erreichten das Viertelfinale, in dem sie Bastian Zimmermann/Karsten Lehmann aus Berlin unterlagen (21:13, 14:21, 13:21).
Auch für Janet Köhler reichte es nicht zum Platz ganz oben auf dem Podest. Im Einzel unterlag sie im Halbfinale der späteren Siegerin Monja Bölter 9:21, 21:13, 17:21. Im Mixed setzte sich Köhler mit Partner Jan-Collin Strehse zwar mit 22:20, 28:26 gegen die an Position Eins gesetzte Erstligapaarung Till Zander/Karen Neumann durch, beide hatten jedoch im Endspiel gegen Jens Ehlert/Bölter (12:21, 17:21) das Nachsehen. Im Doppel reichte es für die Trittauerin mit Kathleen Ebersbach zum Viertelfinale.
Darüber hinaus konnten sich Lars Rieger (Einzelviertelfinale), Linda Klasen und Nadine Kuhnert (im Doppel) für Bielefeld qualifizieren.
Zuhause bleiben müssen leider die Trittauer Thies Wiediger und Maximilian Bobeth, denen die Qualifikation dieses Mal nicht gelang.
Dienstag, 2. Februar 2010
Runde zwei bleibt das Ziel

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